Alle Würfeln mit

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Drei Kriterien für ein "Einfaches Spiel"

1. Übersichtliches Spielfeld

2. Kurze Spieldauer

3. Einfache Regeln

 


Die ursprüngliche Idee

...entstand während einer Ferienfahrt mit der Werkstatt für behinderte Menschen, in der ich als Zivildienstleistender tätig war. Am ersten Abend wurde das große hölzerne Mensch-ärgere-dich-nicht ausgepackt, schnell waren vier Spielwillige gefunden. Doch dann zeigten sich unerwartete Schwierigkeiten, in etwa so:

  1. Minute:

Der Spieler mit der höchsten Zahl soll das Spiel beginnen. Doch nur zwei Spieler können die Würfelaugen lesen.

  3. Minute:

Ein Spieler versteht die Regeln nicht: Anfangs darf er drei Mal würfeln, bei einer 6 aber nur eine Figur auf ein anderes Feld setzen. Danach darf er nicht mehr mehrmals hintereinander würfeln...
naja, einmal doch, da hatte er zuvor eine 6 gewürfelt...

  6. Minute:

Eine Spielerin ist so langsam in der Ausführung von Spielzügen, dass alle anderen schon ungeduldig werden.

  7. Minute:

An der ersten „Ecke“ weiß ein Spieler nicht, ob er geradeaus, rechts oder links weitergehen soll.

  8. Minute:

Die langsame Spielerin würfelt eine zweite 6 und muss somit zwei Figuren lenken. Das erfordert mehr Bedenkzeit... der erste Mitspieler verlässt daraufhin die Spielgemeinschaft –
seine Aufmerksamkeit ist erschöpft.

  10. Minute:

Das Spiel verläuft nicht fair. Ein einzelner Spieler steuert souverän die Figuren, schlägt bei jeder Gelegenheit und gibt schlechte Tipps – er korrigiert seine Mitspieler zu deren Ungunsten
und setzt seine Figur heimlich weiter...

  12. Minute:

Die langsame Spielerin, für die der unfaire Spieler schon längst die Spielaktionen ausführt, kann dem Spielverlauf  nicht mehr folgen. Sie lehnt sich zurück und sieht zum laufenden Fernseher.

 


  18. Minute:   

Ein Spieler spielt nun mit 12 Figuren (seine eigenen und die der zwei ehemaligen Mitspieler).


  25 Minuten später:

Das Spiel bereitet keine Freude mehr. Der dritte Spieler steht auf und geht. Immerhin gibt es einen Gewinner.

Bemerkenswert waren zwei weitere Beobachtungen: oben genannte Szenerie hinderte die Spieler nicht daran, beim nächsten Mal wieder spielen zu wollen. Und: Alternative einfachere Kinderspiele wurden abgelehnt: "Kinderkram".

 


Die Idee „EIN SPIEL FÜR ALLE“ war geboren.

Erste Entwürfe wurden auf Papier gebracht, variiert, laminiert, debattiert.

...und dann kam MARGITTA und sagte:
Das Spiel ist so simpel – darauf ist noch niemand gekommen!“


Der Kreis hat sich geschlossen:

1996 bastelte ich die ersten Spielfelder im Rahmen meines Zivildienstes -
in einer Werkstatt für behinderte Menschen.

14 Jahre später werden die Spiele produziert – ebenfalls in einer Werkstatt für behinderte Menschen.